Make

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Make ist ein europäischer populärer Automatisierungsdienst, der GDPR-compliant ist.

In diesem Artikel liest du Wissenswertes über Make und erhältst Tipps und Tricks um gut funktionierende Szenarios zu erstellen.

Wissenswertes

  • Das Automatisierungs-Tool hieß früher "Integromat".

Vorteile gegenüber Zapier

Make* hat einen großen Vorteil gegenüber Zapier:

  • In Szenarios kann man in einem kostenlosen Account von Anfang an mehrere Schritte einbauen. Bei Zapier sind die kostenlosen Zaps auf 2 Aktionen begrenzt. Multi-Step Zaps kosten von Anfang an.

Trigger

  • Jedes Szenario kann immer nur einen einzigen Trigger haben.
  • Du kannst die Uhr an einem Trigger auf ein anderes Modul verschieben, um das andere Modul zum triggernden Modul dieses Szenarios zu machen.
  • Normalerweise reagiert man in Szenarios auf bestimmte Ereignisse. Dementsprechend ist der Trigger ein bestimmtes Watch-Modul. Es ist aber auch möglich, ein Action-Modul ganz vorne im Szenario zu haben. So ein Szenario wird dann einfach regelmäßig in gewissen Zeitabständen ausgeführt.
  • Es gibt zwei verschiedene Trigger-Arten:
    • Polling: Es wird regelmäßig in gewissen Zeitabständen geprüft, ob der Trigger wahr ist. Der minimale Zeitabstand zwischen 2 Polls ist 1 Minute. Start-Modul kann mehrere Bundles an Daten liefern.
    • Instant (Webhook): Trigger wird sofort ausgeführt, wenn etwas passiert. Das zugehörige Zeichen ist ein kleiner Blitz. Start-Modul liefert immer nur ein Bundle.

Webhooks

  • Jeder Webhook kann immer nur in einem einzigen Szenario benutzt werden. Du kannst aber einen Webhook leicht klonen.
  • Oft setzt man einen Filter nach dem Webhook, um nur bestimmte Aktionen durchzulassen.

Filter

  • Filter können auch ohne Logik verwendet werden, einfach um Verbindungen zu beschriften / zu dokumentieren.
  • Wenn du ein Modul löschst, das mit einem Filter mit dem nächsten Modul verbunden ist, dann bleibt der Filter bei dem hinteren Modul bestehen.

Router

Router können mit oder ohne Filter verwendet werden.

  1. Wenn sie ohne Filter verwendet werden, dann werden alle abgehenden Zweige ausgeführt.
    1. Die Reihenfolge, in der die nachfolgenden Zweige ausgeführt werden, ist oftmals wichtig – zum Beispiel, wenn in einem Zweig eine Variable gesetzt wird, die dann im nächsten Zweig benutzt werden soll.
    2. Die Reihenfolge wird darüber bestimmt, in welcher Reihenfolge die Zweige mit dem Router verbunden werden.
    3. Falls du die Reihenfolge nicht siehst (1st, 2nd...), dann mache Rechtsklick auf das Canvas > Show route order.
    4. Wenn du die die Auto-Align-Funktion benutzt, dann ist der erste ausgeführte Zweig ganz oben.
    5. Die Reihenfolge der Zweige kannst du auch über Rechtsklick auf den Router > Order Routes verändern.
    6. Es gibt einen Workaround, um aus durchgelaufenen Zweigen wieder in einen Hauptzweig zu kommen. Setze bei den endenden Zweigen ein Set Multiple Variables-Module und bei dem Hauptzweig ein Get Multiple Variables-Module und nutze in beiden Modulen die gleichen Variablen.
  2. Wenn sie mit Filter verwendet werden, wird zum Beispiel nur ein Zweig ausgeführt.

Sonstiges:

  • Man kann eine Route auch als Fallback-Route definieren.

Daten und Mapping

  • Um beim Bauen eines Szenarios die richtigen Daten zu mappen, macht es Sinn, das vorhergehende Modul laufen zu lassen. Dies geht mit Rechtsklick > "Run this module only".
  • Wenn bei einem Nachfolgemodul keine Daten zum Mappen vorhanden sind, dann schließe einfach dieses Modul über OK oder Cancel und öffne es neu.
  • Man kann Items (inklusive Funktionen) mit Strg C kopieren und in anderen Feldern oder anderen Modulen mit Strg V wieder einfügen.
  • Für manche Felder sind bestimmte Werte vorgegeben (zum Beispiel yes / no). Diese kannst du über den Schalter "Map" beeinflussen bzw. Funktionen bauen, die dann die vorgegebenen Werte ausgeben.
  • Wenn ein Item leer ist, weil die Sampledaten nichts in dem Item drin stehen haben, dann kannst du trotzdem dieses Item referenzieren, indem du zum Beispiel schreibst: {{3.Phone_number}}
  • Um den aktuellen Unix-Timestamp zu benutzen kannst du timestamp nutzen.

Array und Collections

  • Wenn ein Array keinen Index hat, wird einfach der erste Index genommen.
  • Ein Array ist eine Liste von Items.
  • Collections ist eine Gruppe von unterschiedlichen Dingen. Eine Collection kann unterschiedliche Key-Value-Paare haben.
  • Innerhalb eines Arrays kann es eine Collection geben und innerhalb von Collections kann es Arrays geben. Es kann auch innerhalb von Arrays Arrays geben und innerhalb von Collections Collections.
  • Wenn du nicht an einen bestimmten Punkt innerhalb eines Arrays/Collection kommst, kann die get-Funktion hilfreich sein. Um Elemente richtig anzusprechen muss man den "raw name" von Items nehmen.
  • Um einen String aus einem Array zu holen, kannst du ebenfalls die get-Funktion nutzen.
  • Um das erste Element eines Arrays zu bekommen, kannst du first nutzen – um das letzte Element zu bekommen, nutze einfach last.
  • Eine sehr hilfreiche Funktion bei Arrays ist map. Damit bekommst du bestimmte Information aus einem Array (von Collections) heraus.

Bundles und Aggregators

  • Ein Webhook sendet immer nur ein einziges Bundle.
  • Ein Modul innerhalb eines Szenarios kann mehrere Bundles als Output ausgeben.
  • Wenn aus einem Modul mehrere Bundles rauskommen, dann werden alle folgenden Module so oft ausgeführt, wie es Bundles gibt.

Aggregators:

  • Um mehrere Bundles zu einem Bundle zusammenzuführen, kann man Aggregators nutzen.
  • Der Aggregator kann aber auch mehr als ein Bundle ausgeben. Nämlich dann, wenn das Source Module mehrere Bundles ausgibt.
  • Über die advanced settings kann ein Aggregator so eingestellt werden, dass er den Output nach bestimmten Kriterien gruppiert. Dadurch kann eine andere Anzahl an Bundles rauskommen als vorne in den Aggregator reingingen.
  • Über den "Target structure type" kannst du später im Szenario vorkommende Module als Struktur-gebend einstellen.

Es gibt folgende Aggregators:

  • Array Aggregator: Der beliebteste Aggregator. Nimmt alle Bundles, die es gibt und schreibt sie in ein Array (Feld).
  • Numeric Aggregator: Zum Beispiel um einen Mittelwert (Average) zu berechnen.
  • Text Aggregator: Zum Beispiel um Text zusammenzufassen.
  • Table Aggregator: Um aus Daten Tabellen zu erstellen. Ein Bundle ist eine Zeile, danach kommt in der nächsten Zeile das nächste Bundle. Der Text Aggregator ist normalerweise besser, weil er tiefer in die Bundles reinschauen lässt.
  • Es gibt auch das CSV- und das JSON-Modul.

Fehlerbehandlung

  • Wenn ein Modul einen Fehler erzeugt, dann macht es Sinn schrittweise rückwärts vorzugehen um den Fehler zu finden.
  • Wenn du komplexere Inline Functions nutzt, kann es sinnvoll sein, diese mit dem "Set Multiple Variables"-Modul zu zerteilen und jeweils die einzelnen Teile zu testen.

Tipps & Tricks um Szenarios zu erstellen

  • Wenn du Gleicheitszeichen in Funktionen nutzt: Achte darauf, dass du kein normales Gleichheitszeichen auf der Tastatur tippst. Tippe stattdessen zuerst / ein, und wähle dann den grünen Operator =. Nur dann wird das boolesche Gleichheitszeichen auch funktionieren.
  • Wenn ein Wert nicht vorhanden ist, aber das nächste Modul einen Wert erwartet, ist es hilfreich, den Operator NULL zu verwenden.

Tipps für den Make-Editor

  • Halte Shift gedrückt, um mehrere Module gleichzeitig zu markieren. Mit STRG C kannst die markierten Module kopieren und mit STRG V einfügen, also klonen. Dies geht auch über mehrere Szenarios hinweg, oder sogar über andere Make-Konten hinweg, falls man mit dem Agenturzugriff arbeitet.
  • Um ein Szenario zu duplizieren, kannst du in die Szenario-Übersicht gehen, dort oben auf Options gehen und dann Clone sagen.
  • Um ein Szenario zu exportieren, kannst du oben rechts auf die drei Punkte klicken und dann "Export Blueprint" wählen.

Credits

  • Bis August 2025 hießen die Credits in Make noch Operations. In Prinzip ist eine Operation weiterhin ein Credit. Nur bei beim Make AI-Toolkit (mit Make's AI Provider), beim Make AI-Agent (mit Make's AI Provider) und beim Make AI Content Extractor kommen zusätzliche Credits (Tokens) als Kosten dazu.
  • Folgende Elemente kosten keine Credits: Router, Error Handlers, Sleep, Filter
  • Wenn deine Credits weg sind, gehen die Daten nicht verloren. Bei Webhooks werden sie in der Webhook-Queue gespeichert.
  • Der erlaubte Daten-Transfer für 10.000 Credits sind 5 GB, was sehr viel ist.
  • Du erhältst eine Warnung per Mail, wenn 75 % deiner Credits verbraucht sind, beziehungsweise wenn 90 % verbraucht sind.

Tipps um Credits zu sparen:

  • Nutze Inline Functions statt Modulen, die nur dafür eingefügt wurden, etwas zu berechnen.
  • Bei vielen Aufrufen eines Szenarios kann es manchmal günstiger sein, einen Polling Trigger zu benutzen um Credits zu sparen, weil ein Polling Trigger alle in der Zwischenzeit aufgelaufenen Daten mit nur einer Operation verarbeitet.
  • Versuche zum Beispiel nicht "Get a task" 10 mal laufen zu lassen, sondern nutze, wenn vorhanden ein Modul "Get a list of tasks".
  • Versuche eine größere Anzahl von Bundles über den Array Aggregator zusammenzufassen.

Hier kannst du dir selbst einen kostenlosen Account auf Make.com holen*.

Weiterführendes