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E-Mail-Marketing-Tipps

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Dieser Artikel gibt Tipps für ein effektives E-Mail-Marketing mit Hilfe von Verteilerlisten.

1 Direktes und Indirektes Marketing

Es gibt im Prinzip zwei Wege über eine Verteilerliste Marketing zu betreiben:

  • direktes Marketing (offensichtliche Empfehlung/Werbung)
  • indirektes Marketing (Verlinkung auf Blog, erst dort Empfehlung/Werbung)

1.1 Direktes Marketing

Beim direkten E-Mail-Marketing ist es sehr wichtig, dass du die Produkte nicht einfach nur bewirbst, sondern Empfehlungen aussprichst. Die Leute in deiner Liste müssen den Eindruck kriegen, dass ihnen dieses Produkt weiterhilft und wirklich von Nutzen ist. Dementsprechend muss man den Leuten das Produkt schmackhaft machen und ihnen vor Augen halten, welchen Mehrwert sie durch den Kauf erhalten werden.

Verkäufe kann man über Verteilerlisten beispielsweise wie folgt generieren:

  • du empfiehlst dein eigenes Produkt
  • über Affiliate-Marketing empfiehlst du Produkte von Partnern

1.2 Indirektes Marketing

Beim indirekten E-Mail-Marketing gibst du keine Produkt-Empfehlung aus, sondern weist deine Leser auf einen neuen Beitrag in deinem Blog hin. In diesem empfiehlst du dann das Produkt. Am besten ist es noch vor der Empfehlung ein paar gute Tipps herauszugeben und dann langsam in die Produkt-Empfehlung überzugehen.

In der entsprechenden Mail kannst du deinen Blog-Eintrag zusammenfassen oder zum Beispiel nur den ersten Absatz deines Blog-Posts zitieren. So machst du deine Leser heiß auf mehr.


2 Tipps für effektives E-Mail-Marketing

  • Schreibe deine E-Mails so persönlich wie es nur geht. So baust du Vertrauen zu deinen Kunden auf und wirst die Klick- und Verkaufsraten steigern können.
  • Als Faustregel gilt: Schreibe deine E-Mails kurz und knackig. Tipps zum guten Schreiben findest du hier
  • Baue deinen Werbelink öfters ein. Du kannst ihn zum Beispiel zwei mal im Text und einmal im PS einbauen. Manche Marketer schwören darauf den ersten Link so weit oben einzubauen, dass er sichtbar ist ohne scrollen zu müssen. Andere Marketer bauen in der Mail erst einen Spannungsbogen auf und verlinken dann.
  • Bewerbe pro E-Mail nur ein einziges Produkt.
  • Bleibe mit deinen Lesern in Kontakt. Die Abonnenten tolerieren oft mehr Mails als man es glauben würde. Problematisch wird es meist nur dann, wenn man qualitativ schlechte Mails verschickt. Wenn du viel und guten Mehrwert bietest, kannst du sogar täglich Mails verschicken.
  • Verschicke nach Möglichkeit deine E-Mails sowohl in einer HTML- als auch in einer reinen Text-Version. Hintergrund: Nicht alle Leser verwenden die HTML-Ansicht um ihre E-Mails zu lesen.
  • Viele Marketer schwören auf reine Text-Mails. Wenn du Bilder verwendest, dann nutze keine allgemein gehaltenen Bilder, sondern zeige konkret dein Produkt (oder wie es gerade benutzt wird).
  • 78 Prozent der E-Mail-Klienten blockieren in der Standardeinstellung das Anzeigen von Bildern.[1]. Deshalb: Wenn du Bilder nutzt, füge einen Alt-Text hinzu der zum Beispiel dazu aufruft das Laden des Bildes zu erlauben.
  • Schreibe deine E-Mails nicht von einer Adresse, an die man nicht antworten kann (zum Beispiel keine-antwort@xyz.de). Du willst eine Beziehung zum Kunden herstellen. Folgerichtig muss der Kunde mit dir kommunizieren können.
  • Oben links ist der Platz einer Mail, der am meisten beachtet wird. Verzichte hier auf große, nichtssagende Bilder. Du kannst dort zum Beispiel eine Aufzählungsliste platzieren.
  • Lasse andere Internet-Marketier oder Mitarbeiter deine Mails ansehen und bitte sie um ein ehrliches Feedback.
  • Gebe dein angepriesenes Incentive (für den Eintrag) erst dann heraus wenn die Interessenten ihre Anmeldung bestätigt haben - wenn du dein Incentive direkt nach dem Eintrag anbietest werden viele Leute die Anmeldung nicht bestätigen.
  • Liefere Mehrwert und versuche nicht in jeder Mail etwas zu verkaufen. Manche Marketer empfehlen nur in jeder vierten oder fünften Mail ein Verkaufsangebot zu machen.
  • Nutze das WordPress-Plugin SlideOptin von Alex Bellon. Mit diesem Plugin kannst du die Einträge in deine Verteilerliste gut steigern.
  • Baue genügend Whitespace in deine Mails ein (siehe zum Beispiel dieser Artikel).
  • Versende deine Mail Vormittags oder noch besser am frühen Nachmittag - siehe diese tolle Infografik von GetResponse.
  • Versende deine Mail nicht am Samstag. Das ist der Tag mit der schlechtesten Response.
  • Verwende Schriftgrößen von mindestens 16 Pixeln[2].

2.1 Splittesten

Führe Splittests durch, um herauszufinden wie deine Abonnenten am Besten reagieren. Dinge die du zum Beispiel splittesten kannst:

  • Betreffzeilen
  • Call to Action
  • Länge der Mails
  • Schreibstil
  • Bilder
  • Linktitel
  • Link-Häufigkeit
  • Versandtag
  • Versanduhrzeit
  • Im Affiliate-Marketing: Produkt das du bewirbst

Viele E-Mail-Marketing-Anbieter bieten die Funktion an einen Teil der Liste eine andere Mail zu schicken als an den anderen Teil.

Wenn du große E-Mail-Listen hast, kannst du deinen Splittest nur mit einem Teil deiner Abonnenten durchführen (zum Beispiel 10 %). Die Mail, die besser konvertiert, schickst du dann an den Rest deiner Liste. Alternativ kannst du die Sieger-Mail zum Beispiel auch an diejenigen Leute schicken, die die erste Mail nicht geöffnet haben.

2.2 Betreffzeilen

Tipps für das Formulieren von guten Betreffzeilen:

  • Nutze keine Betreffzeilen, die nichts mit dem Inhalt der Mail zu tun haben.
  • Nutze keine nichtssagenden Betreffe wie "Wichtig", "Dringend" o.Ä.
  • Nutze statt kreativen Betreffzeilen lieber Betreffzeilen, die klar sagen was die Leute von der Mail erwarten können (Test-Ergebnisse von AWeber: [1], [2]).
  • Verlasse dich nicht darauf dass der Betreff gut ist, nur weil du ihn persönlich gut findest. Split-teste deine Betreffe lieber.
  • Wenn die Öffnungsrate deiner Mails unterhalb von 20 Prozent liegt, solltest du dringend an den Betreffzeilen deiner Mails arbeiten.
    Die durchschnittliche Öffnungsrate liegt bei den MailChimp-Usern im Bereich "Media and Publishing" zum Beispiel bei 18 Prozent.

Weitere Tipps für gute Betreffzeilen findest du hier:

2.3 Segmentierung

  • Lege separate Listen für deine Kunden und deine Interessenten an. Hintergrund: Leute, die bereits bei dir gekauft haben, kannst du ganz anders bewerben als reine Interessenten, die noch nichts gekauft haben.
  • Es kann auch Sinn machen, danach zu separieren, woher deine Abonnenten kamen. Wenn der Abonnent direkt von Google kam, ist er weniger vertraut mit deiner Marke und du musst ihn stärker zu seiner ersten Handlung motivieren als ein Abonnent, der regelmäßig auf deiner Website ist.
  • Segmentiere deine Abonnenten nach Öffnungs- und Klickraten. Die folgende Tabelle gibt Vorschläge, wie du die einzelnen Abonnenten-Gruppen einteilen kannst und wie du mehr aus diesen Gruppen herausholst:
Öffnungsrate Klickrate Vorgeschlagene Aktion
über dem Durchschnitt unter dem Durchschnitt stärker zur Aktion motivieren
über dem Durchschnitt über dem Durchschnitt mehr Mails schicken
unter dem Durchschnitt über dem Durchschnitt Betreffs der Mails verbessern
unter dem Durchschnitt unter dem Durchschnitt fragen was man verbessern kann,
schauen ob Mails nicht ankommen

2.4 Anrede der Kunden

Über die Anrede der Kunden wird unter Internet-Marketern viel und heiß diskutiert. Manche bevorzugen den Kunden mit seinem (Vor)Namen anzusprechen, während andere gänzlich auf Namen verzichten.

Wenn du Segmentierungen vornimmst (zum Beispiel wer hat eine Mail geöffnet oder wer nicht), kannst du die Segmente unterschiedlich ansprechen.

Hier ein paar Gesichtspunkte, die dir bei der richtigen Wahl der Anrede helfen können:

  • Wenn du deine Kunden nicht mit Namen anreden willst, kannst du dir die Abfrage des Namens im Opt-in Formular sparen. Dies erhöht normalerweise die Opt-in Rate.
  • Wenn Freunde dir E-Mails schreiben, werden sie selten (bis nie) deinen Namen in den Betreff schreiben.
  • Manche Leute fühlen sich mehr angesprochen, wenn du Ihren Namen nennst.
  • AWeber hat in einem Splittest herausgefunden, dass die (englischsprachigen) Leser die E-Mail öfter öffnen und klicken wenn ihr Name in der Betreffzeile auftaucht.

3 Rechtliches

  • Unter jede geschäftlich versendete E-Mail muss ein vollständiges Impressum mit allen Pflichtangaben gemäß §5 TMG angegeben werden. Auch der Abmeldelink vom Newsletter ist zwingend vorgeschrieben.

4 Siehe auch

5 Weblinks

5.1 Spam

6 Weiterführendes

6.1 Videos


Einzelnachweise

  1. https://www.emailonacid.com/email-testing, abgerufen am 09.12.2015
  2. http://templates.mailchimp.com/design/mobile-friendliness/
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